Datum:23/09/2018 17:00

Die eigens komponierten Werke für Orgel und Trompete, Büchel, Alp-, Flügel-,und Kuhhorn ergeben einen eigenen, rustikalen und authentischen Klang. Die Interpretationen von Ländler, Polka und Jutz «bespielen den gesamten Kirchenraum, als wär's eine Alpenlandschaft», so die beiden Musiker. Wolfgang Sieber, Orgel; Heinz Della Torre, Alphorn und Verwandtes.

 

 

Wolfgang Sieber (geb. 1954)

Wolfgang Sieber entstammt einer Musikerfamilie aus Lichtensteig, nahe dem "Geburtsort" von über hundert Toggenburger Hausorgeln und ist seit seinem vierzehnten Lebensjahr ständiger Organist. Nach seiner Patentierung als Primarlehrer verdankt Wolfgang Sieber seine Ausbildung in Klavier, Orgel und Kirchenmusik seinen Eltern, u.a. Christa Romer, Johannes Fuchs und Roland Bruggmann in St. Gallen, Hans Vollenweider in Zürich, Jirí Reinberger in Prag, Gaston Litaize und Jean Langlais in Paris und Franz Lehrndorfer in München.

Siebers Schaffen umfasst klassische, ethnische, traditionell-volkstümliche und Bereiche des Jazz und der Kleinkunst. Als Solist wie als Partner unterschiedlichster Gruppierungen musiziert er als Interpret, Arrangeur, Komponist und Improvisator, so auch wieder mit Flying Bach Berlin an Ostern 2016 im KKL. CD-Produktionen mit Yang Jing, Lukas Christinat, Heinz della Torre, Uwe Steinmetz oder Immanuel Richter, dem Ensemble Corund, Swiss Brass Consort, vielen Jodelformationen, der Guuggenmusig Wäsmali-Chatze u.a. dokumentieren seine musikalische Vielfalt.

Siebers Schaffen als Solist und Begleiter, Korrepetitor und Partner umfasst klassische, ethnische, traditionell-volkstümliche Werke (Willi Valotti, Alder Buebe, Äschlismatter Jodlerterzett mit ihrem Jodlerchörli Lehn, Nadja Räss, Geschwister Rymann) und Bereiche des Jazz und Kabaretts (Osy Zimmermann). Dank Programm-, Stil-, und Besetzungskontrasten - bis in den Bereich der Konzeptimprovisation - entstehen thematisch zentrierte Bezüge zu Mensch und Anlass, Instrument, Raum und Ort.

Zahlreiche CD-Einspielungen dokumentieren sein künstlerisches Wirken. Konzertaufträge führen Wolfgang Sieber gleichermassen nach Berlin wie ins KKL, nach Japan wie ins alpine Hinterland. Neben seiner Tätigkeit als Interpret und Komponist engagiert sich Sieber als Pädagoge mit Kindern, Jugendlichen sowie in der Konzertausbildungsklasse (Orgel) des SMPV, als Förderer junger Musiker, Initiant von Konzertzyklen und Promotionsveranstaltungen.

Als Kirchenmusiker steht ihm neben der historisch restaurierten Walpen-Orgel die 350-jährige Große Hoforgel, das stilistisch vielfältigste Instrument der Schweiz, zur Verfügung, deren 1972 stillgelegten Pfeifenbestände (1648/1862) dank Siebers Initiative teilweise wieder in die "Orgellandschaft der Hofkirche" rückgeführt wurden.

Im November 2009 wurde Wolfgang Sieber mit dem Kunst- und Kulturpreis der Stadt Luzern und 2014 mit dem «Goldenen Violinschlüssel» für besondere Verdienste um die Volksmusik geehrt. Aus Anlass des 50-jährigen Jubiläums als Kirchenmusiker wurde ihm am 1. November 2017 von Dr. Felix Gmür, Bischof von Basel, der päpstliche Orden BENE MERENTI verliehen. Wolfgang Sieber lebt mit seiner Familie in der Nähe von Luzern.

 

Heinz della Torre (geb. 1964)

Heinz della Torre wuchs in einer volksmusikbegeisterten Familie auf. Sein Vater wie auch sein Grossvater schrieben zahlreiche Innerschweizer Volksmusikstücke. An der Musikhochschule Zürich erwarb Heinz della Torre das Lehr-, Orchester- und Konzertreifediplom für Trompete. Als freischaffender Musiker spielt Heinz della Torre in den Orchestern der Tonhalle und Oper Zürich, im Luzerner Sinfonieorchester und im Musikkollegium Winterthur.

Regelmässig ist er auch in spartenübergreifenden Projekten anzutreffen: «Musik der dritten Art» (SF DRS), «Musikalische Meditation» (SF DRS mit Armin Brunner) sowie als Alphorn- und Büchelbläser in der Formation «Swiss Contemporary Alphorn Players» (Lucerne Festival), Contrary Motion (Barocker Mai 2001 mit Regula Schneider), Ribiorchester am Festival Alpentöne (Altdorf 2003), 3-Momente-Festival mit Alphorn, Büchel, Kuhhorn (John Voirol in Hochdorf 2004) und Firau (volkstümlicher Jazz mit Martin Ledergerber und Roli von Flüe, CD «Was cheibs»).

Nebst der Verpflichtung als Solist arbeitet Heinz della Torre als engagierter Pädagoge. Er unterrichtet an den Kantonsschulen Oerlikon und Hottingen in Zürich sowie an den Musikschulen Baar und Sarnen. Zusammen mit Wolfgang Sieber realisiert Heinz della Torre klassische wie volkstümliche Projekte (CD «Fröhli z'Muet») und bestreitet kommentierte Schulkonzerte. Er ist Mitglied im Bachensemble Luzern (Franz Schaffner) und Leader der Cleanton Jazzband.

 

Keine Reservation - In der Pfarrkirche sind genügend Plätze vorhanden. 

 

 

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